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Zum Nachdenken

Vaterunser

Das Vaterunser ist das einzige Gebet, das uns Jesus gegeben hat. Normalerweise beteten alle Personen in der Bibel und auch Jesus selbst frei und ganz persönlich, indem sie ihre Anliegen vor Gott brachten. Sie redeten einfach mit Gott, ganz normal und unbeschwert und man kann erkennen, dass die Beter wussten, an wen sie sich wandten.
Und doch hat Jesus gesagt, dass wir so beten sollen:

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme, dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auch auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben.
Führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Einigen wird jetzt etwas fehlen, aber der Zusatz "Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen." wurde erst später hinzugefügt.
Die Art und Weise, wie in der Bibel gebetet wird verbietet uns eigentlich ganz klar, das Vaterunser inhaltslos mehrmals hintereinander vor uns hin zu beten, dennoch wollte Jesus Christus, dass wir das Vaterunser beten und gab es uns als einziges Gebet mit auf den Weg. Logisch wird das ganze erst, wenn man betrachtet, welchen Inhalt ein Gebet haben kann: Ausdruck einer persönlichen Beziehung zu Gott, Lobpreis und Danksagung, Fürbitte, alltägliche Belange, Sorgen und Nöte, Flehen, Vergebung, Gelöbnisse, Bitte um Schutz und Bewahrung...
Bei genauerer Betrachtung erscheint einem das Vaterunser als eine Art Gebets-Checkliste oder -Schablone, da dieses Gebet alle wichtigen Punkte einer Unterhaltung mit Gott anschneidet. Das Vaterunser hilft uns also, nichts Wichtiges in unserer Gebetszeit zu vergessen, muss aber mit aktuellem Inhalt gefüllt werden, damit es nicht zu einem der biblischen Lehre widersprüchlichen, unpersönlichen und belanglosen Gebet wird.


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