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Zölibat?
Zum Nachdenken

Zölibat?

Ich bin mir dessen bewusst, dass ich hier ein ganz heikles und oft diskutiertes Thema anschneide, allerdings habe ich keine Angst davor, Stellung zum Zölibat zu nehmen, da ich ausschließlich in der Bibel nach Beiträgen zu diesem Thema gesucht habe.
Zuerst muss hier erwähnt werden, dass sich die Bibel mit der Ehelosigkeit und Enthaltung intensiv beschäftigt und dass ganz klar in Gottes Wort steht, dass es Menschen gibt, die hierzu berufen sind. Diese Berufung wird aber nicht auf eine Personengruppe beschränkt, gilt also allgemein und man kann absolut sicher davon ausgehen, dass diese berufenen Personen ihre Berufung zur Ehelosigkeit kennen und freiwillig annehmen. Es steht in der Bibel nirgends geschrieben, dass Pfarrer, Priester oder sonstige Gemeindeleiter und Diener Gottes keine Familie gründen dürfen, vielmehr ist ganz klar beschrieben, wie sich Würdenträger in ihrer Familie zu verhalten und ihre Kinder zu erziehen haben.
Es gibt sowohl im Alten als auch im Neuen Testament zahlreiche Beispiele, dass die Priester Familie hatten, im Alten Testament wurde das Priesteramt sogar in der Familie weiter vererbt. Interessant zu sehen ist, dass das erste Oberhaupt der christlichen Gemeinde, der Apostel Petrus verheiratet war, sonst hätte er kaum eine Schwiegermutter gehabt.
Auf der anderen Seite darf man nicht außer Acht lassen, dass sich der Apostel Paulus in seinen Briefen mehrfach für die Ehelosigkeit ausspricht und diese Lebensform allen Christen nahe legt. Er beschreibt zutreffend, dass man dadurch einfach mehr Zeit für Gott hat und Jesus kompromissloser nachfolgen kann, sieht aber gleichzeitig ein, dass nicht jeder ehelos leben kann und beschreibt die Gründung einer Familie als zweitbeste Lösung, die ein Christ anstreben sollte.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Bibel zwar sagt, dass ein eheloses und enthaltsames Leben sehr gottgefällig ist, die Ehe und der Wunsch eine Familie zu gründen aber absolut legitim und speziell für die Menschen äußerst wichtig ist, die von Gott keine Berufung zur Ehelosigkeit bekommen haben. Hierbei gibt es keine Ausnahmen, auch nicht bei geistlichen Würdenträgern.


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